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MARIA SAAL

Geschichte entdecken

Von einer Epoche zur anderen wandern: Die Marktgemeinde Maria Saal ist ein im wahrsten Sinn des Wortes historischer Boden. Auf Schritt und Tritt können Besucher steinerne Zeugen der spannenden Geschichte Kärntens entdecken.

Die Marktgemeinde Maria Saal im Norden der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt ist ein bedeutender Wallfahrtsort für Gläubige aus dem gesamten Alpen-Adria-Raum. Sie liegt weithin sichtbar auf einer Anhöhe im Osten des Zollfelds, einer etwa zehn Kilometer langen Talebene der Glan zwischen Magdalensberg und Ulrichsberg.

Geschichte erleben kann man in der Umgebung auf Schritt und Tritt: Der vom Kärntner Landesmuseum betreute Archäologiepark auf dem Magdalensberg bringt Besuchern den Alltag in der römischen Provinzhauptstadt näher. Bis heute kennt man weder ihren Namen noch den Grund, warum sie im 1. Jahrhundert nach Christus verlassen wurde. Neue Provinzhauptstadt und später auch Bischofssitz wurde die Stadt Virunum auf dem Zollfeld. Ihre Überreste sind bisher nur zum Teil freigelegt. Das restaurierte Amphitheater, in dem einst Gladiatoren gegen wilde Tiere gekämpft haben, kann gegen Voranmeldung im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Als um 590 Slawen Kärnten sowie Teile der heutigen Bundesländer Steiermark und Salzburg besiedelten, wurde die Ortschaft Karnburg im heutigen Gemeindegebiet von Maria Saal zum Regierungssitz („Curtis Carantana“) ihres Fürstentums. Karnburg war später auch Hauptstadt des Kärntner Herzogtums, Kaiser Arnulf von Kärnten hatte hier eine Kaiserpfalz. Eine wichtige Rolle bei der Inauguration der Herzöge spielte der steinerne Herzogstuhl auf dem Zollfeld, der dort bis heute besichtigt werden kann.

Die imposante Wallfahrts- und Stiftskirche Maria Saal  gehört wie das Gotteshaus von Karnburg zu den frühesten Kirchengründungen Kärntens und geht auf den im 8. Jahrhundert vom Bistum Salzburg nach „Karantanien“ entsandten Bischof Modestus zurück. Ihre heutige spätgotische Form erhielt sie Anfang bis Mitte des 15. Jahrhunderts, als sie mit den umliegenden Klostergebäuden zu einer Wehrkirche ausgebaut wurde, die der Bevölkerung während der Türkeneinfälle Schutz gewährte. Nach einem verheerenden Brand 1669 erhielt die Kirche bei der Wiederherstellung ihr heutiges Aussehen. Damals wurde für den Nordturm die „Maria Saalerin“, Kärntens größte Glocke, gegossen und 1688 geweiht.

Das Kärntner Freilichtmuseum in Maria Saal  ist das älteste Museum seiner Art in Österreich. Es zeigt bäuerliche Haus- und Hofformen aus den verschiedensten Landesteilen, die einen Einblick in die Wohn- und Wirtschaftsweise vergangener Zeiten ermöglichen. Neben den historischen Bauernhäusern wird dem Besucher auch das bäuerliche Handwerk im sogenannten „Industriegelände“ vor Augen geführt. Dort befinden sich Flodermühlen, Sägemühle, Kohlenmeiler und ein Kalkofen. Eine ländliche Gaststätte sorgt für das leibliche Wohl der Gäste. In den Rundgang durch das Kärntner Freilichtmuseum ist auch ein Naturlehrpfad integriert, der Interessierte mit landestypischen Pflanzen und deren Lebensräumen vertraut macht.


Kontakt:

Tourismusinformation Maria Saal
April–Oktober: Domplatz 7
9063 Maria Saal
T +43 4223 51145 / +43 664 4543903
E Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
W www.mariasaal.at

Bild: Maria Saaler Dom Bild: Maria Saaler Dom Foto: (c) Franz Gerdl

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