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Wolfgang Bauer

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„Meine Lyrik und meine philosophischen Sonette sind ein Blick in mich selbst – und aus mir auf die Welt. Nur so kann ehrliche Dichtung entstehen, nicht mit einem schielenden Blick auf Fernsehen, Film und Zeitgeschmack.“

Geb. 18. März 1941 in Graz, gest. 26. August 2005 ebenda, österreichischer Schriftsteller. Sein Werk umfasst Dramen, Lyrik, Kurzprosa, einen Roman, Essays, Kritiken, Filme und Fernsehstücke.

DER KRIEG
„Nie wieder Krieg!“ schreien sie jedesmal.
Dabei rollen schon
dumpf und gefährlich
die neuen Geschosse heran.
Und
nach kurzer Zeit schon
liegen sie wieder
in den Haaren sich
und
zerstampfen einander zu Brei.

WOLFGANG BAUER
Aus: Wolfgang Bauer: Gedichte

International bekannt wurde er vor allem mit seinen Arbeiten für das Theater. Seine beiden Stücke Magic Afternoon von 1968 und Change von 1969 sorgten für veritable Skandale und machten den Autor im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter der
Peter Rosegger-Preis und der Große Österreichische Staatspreis für Literatur. Wolfgang Bauer war mit den Lampersbergs gut befreundet, war oftmaliger Gast am Tonhof in Maria Saal und beteiligte sich an dort stattfindenden Kunstaktionen.

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