Ausblick vom Stadtpfarrturm
(c) Arnold Pöschl

Stadtpfarrturm

Derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen!

Der Stadtpfarrturm inmitten der Klagenfurter Altstadt bietet neben dem wunderbaren Blick auf das bunte Treiben in der Fußgängerzone einen phantastischen 360° Panorama-Rundum-Blick: und zwar vom Wörthersee über die Karawanken bis zur Koralpe. Der Augenschmaus ist jedem vergönnt, der sich im Inneren des Turmes über 225 Stufen nach oben wagt. Und eines steht fest: Der Aufstieg lohnt sich!

Auf 45 Meter Höhe tritt der schwindelfreie Besucher dann auf die Aussichtsplattform und darf nach Lust und Laune in alle Himmelrichtungen staunen. So wie es einst der Turmwächter tat – nur verkündete der auch noch stündlich einen kräftigen Hornruf. Wann Klagenfurt den ersten Türmer erhielt, ist unbekannt, wahrscheinlich aber im 13. oder 14. Jahrhundert, als zur Stadtpfarrkirche Klagenfurt-St. Egid der erste Glockenturm errichtet wurde. 

(c) Arnold Pöschl

Auf den Spuren des Türmers

Die Sage vom Türmer erzählt, dass er zur Mitternachtsstunde nur nach Norden, Osten und Westen blasen durfte – niemals aber nach Süden. Denn dort lag der Friedhof von St. Ruprecht und der Ruf des Türmers würde die Toten erwecken, hieß es. Was von der Sage übrig geblieben ist? Die alte Türmer-Wohnung, sie gibt es heute noch. Dort erzählt Horst Ragusch, der heutige Türmer (übrigens der einzige hauptberufliche Türmer Österreichs) die gruselige Sage zu Ende. Ein beliebtes Erlebnis für große und kleine unerschrockene Besucher, die wissen wollen, ob der Türmer eines Nachts die Grabgestalten aus ihren Ruhestätten rief.

(c) Helge Bauer

Ein Blick zurück

An der Stelle der heutigen St. Egid-Kirche befand sich ein älteres Kirchengebäude, das 1255 erstmals urkundlich erwähnt und 1303 mit pfarrlichen Rechten ausgestattet wurde. Dass die ursprüngliche Baugestalt der Stadtpfarrkirche zwei Türme mit Spitzhelmen erhielt, nämlich einen südlichen höheren und einen kleineren im Norden der Kirche, ist heute bekannt. Beide waren mit einem hölzernen, überdachten Gang miteinander verbunden. Die Einweihung der neuen Kirche erfolgte 1697, die Fertigstellung des neuen Stadtpfarrturms 1709, der Jahre später mit dem barocken Zwiebelhelm ausgestattet wurde – nach neuerlichen Brandschäden an Kirche und Turm. Mit seinen 90 Metern Höhe ist er heute der zweithöchste Kirchenturm Kärntens. 

Die Fuchs-Kapelle

Wer die Stadtpfarrkirche besucht, darf sich dieses Highlight nicht entgehen lassen! Die Ernst Fuchs-Kapelle befindet sich in der Südkapelle der Stadtpfarrkirche St. Egid. Die kunstvoll gestaltete Kapelle wurde während seiner 20-jährigen Entstehungszeit von Prof. Ernst Fuchs – dem bedeutendsten Vertreter des phantastischen Realismus – mit zahlreichen Details in prachtvollen Farben versehen. Am 30. September 2010 wurde die Fertigstellung der Fuchs-Kapelle mit einer festlichen Messe von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz gefeiert. Das Gesamtkunstwerk, das eine apokalyptische Szenenfolge von Prof. Ernst Fuchs darstellt, umfasst eine Fläche von ca. 160 m². Die Kapelle kann nur in einer einstündigen Führung besichtigt werden. 

(c) Pfarre St. Egyd
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