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Tonhof: Gerhard und Maja Lampersberg

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„Wir waren Freunde. Wir haben am Tonhof gelebt wie die Sterntalerkinder hat die Christine Lavant gesagt.“

Aus: Maria Fialik: Thomas Bernhard und die Freunde von einst.

Die erste Erwähnung des Tonhofs datiert 1430. Sitz der Herrschaft und Landgericht. Bis 1803 im Besitz des Fürsterzbistums Salzburg. 1954 erhielten die Sopranistin Maria (Maja) Lampersberg, geborene Weis-Ostborn, (geb. 1919 in Wien – 2004 in Klagenfurt) und der Komponist Gerhard Lampersberg (geb.1928 in Hermagor – gest. 2002 in Klagenfurt) den Tonhof als Hochzeitsgeschenk. Die Eheleute füllten das altehrwürdige Gebäude mit dem Geist der Moderne, luden Künstler diverser Genres ein, beherbergten sie und zelebrierten avantgardistisches Künstlerdasein. Zu den sogenannten Tonhofkindern zählen H.C. Artmann, Wolfgang Bauer, Thomas Bernhard, Otto Eder, Bruno Gironcoli, Gert Jonke, Kiki Kogelnik, Christine Lavant, Peter Turrini, Josef Winkler und viele mehr.

Das Geschehen am Tonhof in den 1950er und 1960er Jahren ist Teil der österreichischen Kulturgeschichte. Schriftsteller, Maler und Kulturwissenschaftler haben die Eheleute Lampersberg und die Tonhofkinder in ihren
Arbeiten verewigt.

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