„Am 29. September 1976 stiegen in meinem Heimatort K. bei P., Kärnten, der 17jährige Mechanikerlehrling Jakob P. und sein gleichaltriger Freund, der Maurerlehrling Robert L., mit einem drei Meter langen Kalbstrick über eine Holzleiter des Pfarrhofstadels zu einem Trambaum hinauf.“
So beginnt Menschenkind, der 1979 erschiene und vielbeachtete Romanerstling des am 3. März 1953 in Kamering in Kärnten geborenen österreichischen Schriftstellers. Im selben Jahr gewann er eine der begehrten Auszeichnungen beim Bachmannpreis. In dieser Zeit lebte und arbeitete er einige Wochen am Tonhof in Maria Saal. Für sein literarisches Schaffen (Romane, Berichte Tagebücher), dessen Inhalte teils in der Heimat, (Muttersprache, Der Ackermann aus Kärnten) teils in fernen Kontinenten (Roppongi, Kalkutta) angesiedelt sind, erhielt er viele Auszeichnungen und Preise, darunter den Georg Büchner Preis, den Kafka Preis und den Großen österreichischen Staatspreis für Literatur.




