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H.C. Artmann

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„Man hält den Lampersberg für unsolid, dabei ist das ein ungeheuer belesener Humanist, der wirklich was kann.“
H.C. Artmann Aus: Maria Fialik: Thomas Bernhard und die Freunde von einst.

Geb. 1921 in Wien, gest. 2000 ebendort. Unter den deutschsprachigen Schriftstellern nach 1945 gilt Artmann als der vielseitigste, originellste und erfindungsreichste. Sein Oevre umfasst Romane, Theaterstücke, Libretti, Kurzprosa, Übersetzungen und Gedichte. Sein 1958 erschienener Gedichtband „med ana schwoazn dintn“, geschrieben im Wiener Dialekt, machte die Mundart mit einem Schlag literaturwürdig. 1974 erhielt er den Staatspreis für Literatur. Ab den frühen 1950er Jahren war er jahrzehntelang mit den Lampersbergs verbunden, war oft Gast am Tonhof, wo auch Gemeinschaftsarbeiten mit Gerhard Lampersberg entstanden.

Es gibt einen Satz, der unangreifbar
ist, nämlich der, daß man Dichter sein
kann, ohne auch irgendjemals ein
Wort geschrieben oder gesprochen
zu haben.

Punkt 5. Der poetische Act ist die Pose
in ihrer
edelsten Form, frei von jeder
Eitelkeit und voll heiterer Demut.

H.C. ARTMANN
Aus der: Acht-Punkte-Proklamation
des poetischen Actes

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