„Menschen wie ich kommen vom Dorf nie los. Mein Versuch, zu verstehen, was dort los war und ist, hat nie aufgehört.“
So heißt es im Vorwort zur Alpensaga, einer sechsteiligen Fernsehserie aus dem bäuerlichen Leben, die der am 26. September 1944 in St. Margarethen geborene Schriftsteller, gemeinsam mit Wilhelm Pevny in den 1970er Jahren verfasste und die weltweit ein Millionenpublikum erreichte. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Peter Turrini keine 100 Meter von hier. Am „Tonhof“, dem legendären Wohnsitz der Musiker und Mäzene Gerhard und Maja Lampersberg trifft er auf Persönlichkeiten wie Christine Lavant, Thomas Bernhard und H.C. Artmann. Der Sohn des italienischen Kunsttischlers und der steirischen Haushälterin ist fasziniert und beschließt Dichter zu werden. „Rozznjogd“ sein Theatererstling, uraufgeführt 1971 in Wien, war zunächst ein Skandal, wurde mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt, wird weltweit aufgeführt und gilt als Klassiker der Moderne. Zu Turrinis Oeuvre zählen Theaterstücke, Libretti, Reden und Gedichte. Er zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Seit 9. Juni 2022 ist Peter Turrini Ehrenbürger von Maria Saal.




