Der österreichische Magen ist ein guter Magen, die Österreicher insgesamt haben einen guten
Magen, wenn ich bedenke, was für eine geschmacklose und gleichzeitig fürchterliche Geschichte sie im Laufe der Zeit in sich hineingefressen haben.
„Der Auersberger, den ich einmal einen Novalis der Töne genannt habe, ist verkommen, ist ein
lächerlicher Mensch.“ Zitat aus: Holzfällen
Geb. 1931 in Heerlen, Niederlande, gest.1989 in Gmunden. Sein Oevre umfasst Romane, Theaterstücke,
Kurzprosa, Libretti und Gedichte. Zeitlebens heftig umstritten, zählt er nun zu den Großen der österreichischen
Literatur. Sein Werk findet auch heute noch internationale Beachtung. Das Stück „Heldenplatz“ sorgte 1988 für einen veritablen Theater- und Politikskandal. Seit den frühen 1950er Jahren war Bernhard Dauergast bei Lampersbergs, was auch zu Gemeinschaftsproduktionen mit Gerhard Lampersberg führte. Die Aufführung der gemeinsam verfassten Kurzoper „köpfe“ führte zum Bruch der Freundschaft. 1984 erschien Bernhards Buch „Holzfällen“, in dem der Autor auf grandiose und zugleich gemeine Weise mit den Lampersbergs abrechnete. Der daraus resultierende Streit mündete in die bislang letzte Beschlagnahme eines literarischen Textes in Österreich. Das Verbot wurde bald aufgehoben und das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ reihte „Holzfällen“ unter die 100 wichtigsten Bücher der letzten 100 Jahre.




