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(c) Arnold Pöschl

Zu Besuch beim Forellenhof Jorde: Du isst, was du fischst

Viele Jahre lang war Markus Jordan Top-Manager in Katar. Heute hat er mit dem Forellenhof Jorde aus einer Kindheitserinnerung seinen neuen Beruf gemacht. Ob frischer Saibling, geräucherte Forellen oder Lachsforellen-Tartar – beim Jorde verbinden sich Handwerk, Kulinarik und Naturerfahrung zu einem einzigartigen Genusserlebnis.

Seit 2019 züchtet Markus Jordan in Viktring Forellen, Lachsforellen und Saiblinge. Der frühere Finanz- und Eventmanager hat sich mit seinem Forellenhof Jorde einen Kindheitstraum erfüllt und macht gleichzeitig Feinschmecker und Abenteurer glücklich. Im Hofladen werden die Fische fangfrisch, aber auch geräuchert, gebeizt, sauer eingelegt oder als Tartar angeboten – passende Weinbegleitung, hochwertige Öle und frisches Bio-Brot inklusive.

Wer Fisch zu fairen Preisen direkt am Teichidyll genießen will, kann sich Forelle Müllerinart, Saiblingsfilet oder Fisch-Carpaccio auf der Zunge zergehen lassen. Hier kann man auch selbst zur Angelrute greifen und sich seinen eigenen Fisch aus dem Teich ziehen. Fischerworkshops und ein fünftägiges Sommercamp für Kinder runden das reichhaltige Angebot am Forellenhof Jorde ab und bieten unvergessliche Momente am Wasser.

Welche Delikatessen, Veranstaltungen und Überraschungen euch beim Forellenhof Jorde erwarten, das erfahrt ihr hier.

Von der Wüste an den Polsterteich

Bevor Markus Jordan den Forellenhof Jorde in Viktring eröffnet hat, war er viele Jahre im Bankwesen tätig. Erst in Kärnten, dann im Mittleren Osten und schließlich für IBM in Katar. Irgendwann aber wurde ihm die Krawatte zu eng und er gründete in Doha eine Photovoltaikfirma und eine Event-Agentur.

Binnen weniger Jahre gehörte diese Agentur mit 200 Mitarbeitern zu den führenden Event-Veranstaltern im gesamten Mittleren Osten. Jordan arbeitete mit Künstlern wie Damien Hirst und organisierte eine Reihe von Großveranstaltungen für die Schwester des Emirs von Katar.

So beleuchtete er für den Asian Fußball Cup Wolkenkratzer in Doha, veranstaltete den ersten Red Bull Flugtag mit 40.000 Besuchern oder das Doha Tribeca Film Festival, einen Ableger des von Robert De Niro gegründeten Tribeca Film Festivals in New York. Seine Familie lebte zu dieser Zeit in Klagenfurt.

„Ich kam alle sechs Wochen nach Kärnten, war dann eine Woche hier, hing aber die ganze Zeit am Telefon und flog dann wieder zurück nach Katar.“

Letzten Endes entschied er sich gegen den Stress der Eventbranche am Persischen Golf und zog von einem Tag auf den anderen zurück nach Klagenfurt am Wörthersee.

Kindheitserinnerungen und Geschäftssinn

Das Grundstück rund um den Polsterteich in Viktring kaufte Markus bereits einige Jahre zuvor. Hier wollte er die Pension verbringen, fischen und die Natur genießen. Da es bis zur Pension aber noch etwas dauert, wurden andere Pläne geschmiedet.

„Als Kind war ich mit meinem Vater oft beim Forellenhof Moritz in Grafenstein. Ich habe gefischt und mein Vater hat mit Herrn Moritz inzwischen ein Glas Wein getrunken und mir zugeschaut. Ich wollte es Kindern ermöglichen, mit dem Papa oder mit dem Opa Fischen zu gehen. Das sind unvergessliche Momente einer Kindheit und die sollten auch heute noch möglich sein.“

Mit dieser Kindheitserinnerung hat Markus Jordan dann das Projekt Fischzucht in Angriff genommen. Zwei kleine Fischbecken waren am Areal bereits vorhanden. Diese wurden mit Naturmaterialien komplett erneuert und erweitert. Auch der Hofladen und der Gastrobereich wurden vollständig aus Holz gebaut. Mit einer Photovoltaikanlage ist der Forellenhof zusätzlich auch beinahe energieautark.

Auch bei seinen Fischen setzt Jordan auf eine ökologische Zucht. Frischer und naturbelassener bekommt man Forelle, Lachsforelle, Saibling oder Karpfen in Kärnten wohl nur selten.

Delikater Hofladen

Angeboten werden die Fischerzeugnisse im hauseigenen Hofladen. Hier findet man alles, was das Feinschmeckerherz begehrt. Neben frischem Fisch im Ganzen oder als Filet gibt es hier geräucherte Forellen, gebeizte Filets, sauer eingelegte Forellen und Saiblinge, verschiedene Fischaufstriche oder Lachsforellen-Tartar.

Ergänzt wird das Angebot im Hofladen durch eine feine Auswahl regionaler Produkte. Darunter Bio-Olivenöl von Alpha, wahlweise mit Basilikum, Zitrone oder Orange verfeinert, frisches Vollkornbrot von der Bäckerei Nadrag, Kärntner Kürbiskernöl vom Landgut Rabenstein, Zitronensalz von der „Dampfgarerin“ Susanne Kuttnig oder Eiernudel aus der Nudelmanufaktur Wakonig.

Passend zum Fisch gibt es auch ein gut sortiertes Weinsortiment, unter anderem mit Weinen vom Lenzbauer oder vom Weingut Glatzer Carnuntum in Niederösterreich. Preisgekrönte Spirituosen in verschiedenen Varianten gibt es mit dem Weberbrand aus dem Rosental.

Aus der Pfanne, dem Ofen oder vom Grill

Von Mittwoch bis Sonntag kann man aber auch direkt am Forellenhof Jorde vor atemberaubender Naturkulisse speisen.

„Seit heuer haben wir mit Robert Sagmeister einen Spitzenkoch im Team, der unsere Gäste mit ständig neuen Kreationen verwöhnt. Neben Klassikern wie Forelle Müllerin gibt es unter anderem gebratenes Saiblingsfilet oder frisches Fisch-Carpaccio.“

Regelmäßig stellt sich der Koch auch an den Grill und verwöhnt seine Gäste mit rauchig rustikalen Spezialitäten. Ein besonderes Highlight – nicht nur für Kinder – ist die Zubereitung von Steckerlfisch, im Ganzen auf einem Spieß und über offenem Feuer gebratenen Fischen.

Eine kulinarische Neuheit ist heuer die ofenfrische Pinsa – die Cousine der Pizza. Aus knusprigem Sauerteig und belegt mit kaltgeräucherter oder gebeizter Forelle ist sie ein perfektes Sommergericht an lauen Abenden.

Selbstverständlich kommen beim Jorde aber auch Fleischliebhaber und Vegetarier voll auf ihre Kosten. Wer Fisch eher meidet, aber die Location trotzdem genießen möchte, kann aus verschiedenen Gemüsegerichten wählen oder sich für ein herzhaftes Steak entscheiden.

Natur pur am Polsterteich

Beim Jorde steht die Natur an erster Stelle. Das schmeckt man nicht nur in den Gerichten, sondern das fühlt man am Forellenhof mit allen Sinnen. In diesem Biotop ist die Welt noch in Ordnung, die Frösche quaken, die Vögel zwitschern und sogar Fledermäuse kann man rund um den Polsterteich beobachten.

„Vor Gelsen braucht man hier übrigens keine Angst zu haben. Die intakte Fauna sorgt mit vielen Insektenfressern ganz natürlich dafür, dass sich ihr Bestand in Grenzen hält.“

Wer selbst gern die Angel in der Hand hält, kann seine Köder im Forellenteich auswerfen. Ein Geheimtipp unter Profifischern ist der Polsterteich, eines der besten Fischgewässer in Kärnten, in dem sich Karpfen, Störe und Hechte tummeln. Den ganzen Sommer über finden Fischerkurse für Anfänger und Fortgeschrittene sowie mehrtägige Fischercamps für Kinder – inklusive Nachtfischen – statt.

Am Polsterteich kann auch gecampt werden, entweder im eigenen Zelt oder Wohnwagen oder im stylischen Tiny Home. Besondere Outdoor-Action für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren bietet das große Sommercamp. Unter dem Motto „Sommer wie damals“ verbringen die Kinder hier fünf Tage lang in der freien Natur, sind mit dem Floß oder SUP am See unterwegs, lernen Survival-Tricks und können sich nach Lust und Laune am Gelände austoben.

Veranstaltungen beim Forellenhof Jorde

Wer das Naturkleinod beim Jorde lieber ganz gemütlich genießen will, aber trotzdem nicht ganz auf Action verzichten möchte, ist bei einer der zahlreichen Veranstaltungen genau richtig. Ob beim Chill&Grill oder bei Live-Konzerten, unter anderem von Funk You, Gran Turismo und weiteren regionalen Acts, gibt es beim Jorde regelmäßig chillige Abendveranstaltungen im Grünen.

Der Forellenhof Jorde wird auch während der Klagenfurter Tage der Alpen-Adria Küche von 05. bis 22. September 2024 wieder zum Schauplatz für kulinarische Höhepunkte. Mit seinen Produkten ist Markus Jordan außerdem von 19. bis 21. September auf der Genussmeile vertreten.

Wer den Forellenhof für Feiern und Veranstaltungen mieten will, kann das natürlich auch machen. Die Location bietet Platz für große Gesellschaften und ist bestens für Kindergeburtstage, Firmenfeiern, Hochzeiten oder exklusive Privatfeiern geeignet.

Natürliche Oase in der Klagenfurter Vorstadt

Der Forellenhof Jorde ist ein echtes Kleinod, wie man es so schnell kein zweites Mal findet. Von der vollen Fischer-Experience für Kinder über Delikatessen zum Mitnehmen und leichten Fisch-, Gemüse- und Fleischgerichten bis hin zu eleganten Feiern und musikalischen Veranstaltungen im Grünen gibt es hier Kulinarik, Atmosphäre und Action auf höchstem Niveau.

Übrigens: „Jorde“ ist Markus Jordans Spitzname aus seiner Tennis-Zeit. Ausgesprochen wird er englisch, also „Tschorde“. Wer den Gastgeber beim Besuch zum Schmunzeln bringen will, kann das beherzigen.

Forellenhof Jorde
Adresse: Knopperweg 6, 9073 Viktring
Webseite: www.derjorde.com
Reservierungen unter: +43 (0)463 / 281754 oder hofladen@derjorde.com

Öffnungszeiten
Hofladen: Freitag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr
Summerkitchen: Mittwoch bis Samstag von 16.00 bis 22.30Uhr (Küche bis 21.00 Uhr)

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