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Rezepttipp für die Winterküche: Gnocchi mit Gorgonzola und Spinat in einer Pfanne mit einem Kochlöffel
(c) Guido Andreoni

Inhaltsverzeichnis

Winterküche – Dem kulinarischen Nebel entfliehen

Der kulinarische Winter besteht nicht bloß aus Erdäpfeln, Lauch und Rüben. Denn auch die kalte Jahreszeit ist voll von kontrastreichen Farben und Aromen. Wo man in Klagenfurt die besten Zutaten und Spezialitäten für die Winterküche erhält und was man mit ihnen alles anstellen kann, lesen sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Im farbenfrohen Überfluss der warmen Jahreshälfte fällt die tägliche Menüwahl am heimischen Herd nicht besonders schwer. Doch mit dem Herbst kommt der Nebel, der nur allzu oft den Blick auf die nicht weniger vielseitigen kulinarischen Möglichkeiten der kalten Jahreszeit verschleiert. Dabei ist die Winterküche mindestens genauso aufregend und voll von kontrastreichen Farben und Aromen. Einmal mehr lohnt sich hier ein Blick gen Süden, denn im Mittelmeerraum wächst und gedeiht es das ganze Jahr über. Folgerichtig weiß man dort mit saisonalen Produkten umzugehen, sie zu schätzen und zu winterlichen Köstlichkeiten zu verarbeiten.

Wo man in Klagenfurt saisonal einkaufen kann und vor allem was man mit den erworbenen Schätzen alles anfangen kann, lesen sie hier.

Mandarinen aus Dalmatien
(c) Neumüller

Die besten Adressen für die Zutaten in der Winterküche

Abgesehen von den üblichen Verdächtigen – Erdäpfel, Rüben und Lauch – hat der heimische Boden auch im Winter einiges zu bieten. Darüber hinaus profitiert man in Klagenfurt von der geographischen Nähe zu Italien und Slowenien, von wo her das ganze Jahr über knackiges Gemüse herangekarrt wird. Wer also mit Mütze und Handschuhen zum Einkauf aufbricht, sollte folgende Adressen unbedingt am Schirm haben:

Benediktinermarkt

Am Benediktinermarkt im Herzen von Klagenfurt ist jeden Donnerstag, Freitag und Samstag großer Markttag, freitags wird hauptsächlich Bio-Ware angeboten. An diesen Tagen strotzt das Angebot vor bunter Vielfalt – auch im Winter. Hier findet man neben heimischen Gemüsesorten wie Kürbis, Karfiol und roten Rohnen auch exotischeres Gemüse. Zum Beispiel cime di rapa, Artischocken oder die Chioggia-Rübe, die mit ihrer wunderbaren Zeichnung und knallig rosa Farbe leicht gedünstet als Carpaccio ein ganz besonderer Augenschmaus ist. Oder Cavolo Nero (Palmkohl), der vor allem in der toskanischen Küche gut und gerne zum Einsatz kommt.

Aber auch für Schinken- und Wurstspezialitäten, eingelegte Oliven, Schafskäse oder frisches Brot aus Kärntner Bio-Getreide lohnt sich ein Einkaufsbummel über den Marktplatz.

Alles Wissenswerte über Klagenfurts Wochenmärkte, steht in unserem Blog zum Thema Regionale Lebensmittel und Kärntner Spezialitäten.

grüne Kärntner Artischocken
Kärntner Artischocken (c) Neumüller

Bauernmarkt in Waidmannsdorf

Der Waidmannsdorfer Markt ist zwar etwas kleiner und unbekannter als sein Bruder im Stadtzentrum, steht diesem in der Qualität der angebotenen Waren aber in nichts nach. Hier findet man zum Beispiel Trauben, Feigen und die wohl besten Zitronen der Stadt, die mit ihrer fast schon wahnsinnigen Qualität bedenkenlos samt Schale für allerlei Geschmacksexplosionen sorgen. Empfehlenswert sind auch der Rotweinessig aus Refoscotrauben oder die Käse- und Salamispezialitäten der Slowenischen Marktstandler. Der Bauernmarkt in Waidmannsdorf findet mittwochs und samstags an der Kreuzung Kanaltalerstraße/Baumbachplatz statt.

Kanaltalerstraße 44
9020 Klagenfurt am Wörthersee

Regionale und handverlesene Delikatessen

Zusätzlich zu Klagenfurts Bauern- und Wochenmärkten finden sich in Klagenfurt auch noch eine ganze Reihe Spezialitätengeschäfte. Die Inhaber dieser kleinen und feinen Läden bieten, neben frischer, persönlich ausgesuchter und saisonal abgestimmter Ware, auch noch eine Extraportion Expertenwissen, Empfehlungen für Getränkebegleitung und Rezepttipps. Zudem lieben sie die Herausforderung und paar spezielle Fragen zum Thema Winterküche würde sie nahezu ins Schwärmen bringen.

Da Maria

Hinter der unscheinbaren Glasfassade in der Priesterhausgasse verbirgt sich mit dem Da Maria ein wahres Schlaraffenland. Bereits die große Wurstvitrine lässt erahnen, dass es hier zur Sache geht. Bei verschiedenen Salamispezialitäten und Schinken – aus San Daniele, Parma, Norcia oder Sauris – über Käse, Wein und Olivenöl rinnt einem hier ganz ungehemmt das Wasser im Mund zusammen. Vor allem die Salsiccia ist hier eine besondere Empfehlung wert! Aber auch die kleine aber feine und vor allem frische Gemüseauswahl ist nicht zu unterschätzen. Wenn etwa die Artischocken am Benediktinermarkt ausverkauft sind, ist man gut beraten, es bei Da Maria zu versuchen.

Priesterhausgasse 3
9020 Klagenfurt am Wörthersee

Genusskanzlei

Die Priesterhausgasse ist generell eine heiße Adresse, wenn es um lukullische Genüsse aller Art geht. Keine zwanzig Schritte von Da Maria entfernt befindet sich die Genusskanzlei, wo man neben Spitzenweinen und Craft Bier Spezialitäten, wie dem Loncium Bier, allerlei Edelbrände, Gins und Whiskeys für Aperitif oder Digestif findet. Doch auch Käseliebhaber sollten sich hier erkundigen, welchen Reifegrad der Genusskanzler Karl Rockenbauer heute empfiehlt. Man wird es nicht bereuen!

Priesterhausgasse 1
9020 Klagenfurt am Wörthersee
www.genusskanzlei.at

Alpen-Adria-Greisslerei

In der Waidmannsdorfer Siebenhügelstraße hat Christian Cabalier, der Starkoch vom Benediktinermarkt, seine neue Alpen-Adria-Greisslerei eröffnet. Gemeinsam mit seinem Neffen Marcus bietet Cabalier hier in gewohnt hoher Qualität Spezialitäten aus Kroatien, Slowenien, Italien und natürlich Kärnten an. Vom exquisiten Meersalz über Burrata und Olivenöl, bis hin zu kärntner Leberkäse oder Gailtaler Speck: hier wird jeder Feinspitz fündig!

Siebenhügelstraße 28
9020 Klagenfurt am Wörthersee

Eingangsportal des Lokals Cabalier in der Siebenhügelstraße in Klagenfurt Waidmannsdort mit der Aufschrift Waid mahr als Essen und bald ist es so waid
(c) Neumüller

La Grande Mela

Der italienische Supermarkt in der Rosentalerstraße bietet alles was das Italoherz Sprünge machen lässt. Angefangen bei gutem Olivenöl, Weinen vom gesamten Stiefel über frische Pasta und Kichererbsen bis hin zu Eingelegtem und Saurem bleibt hier kein Wunsch unerfüllt. Besonders hervor sticht aber das Angebot an frischem Wintergemüse und Obst in hervorragender Qualität. Vom Radicchio über frischen Spinat und Artischocken bis zur süß-gereiften Orange und dem belebenden Granatapfel findet man hier alles, was man von so manchem Italienaufenthalt her kennt aber in Österreich gar nicht so leicht zu bekommen ist.

Rosentaler Straße 92
9020 Klagenfurt am Wörthersee

Gusto Italia

Nach dem selben Prinzip funktioniert Gusto Italia in der Völkermarkterstraße. Auch hier gibt es italienische Spezialitäten und Zutaten für den täglichen oder außerordentlichen Gebrauch in der heimischen Küche. Vor allem wird bei Gusto Italia aber hervorragender Fisch angeboten. Zweimal wöchentlich treffen hier Lieferungen mit top Ware ein. Auf Vorbestellung kann man sich auch etwas speziellere Meerestiere nach Klagenfurt kommen lassen, etwa den coda di rospo – zu Deutsch Seeteufel – wohl einen der besten Speisefische überhaupt.

Heinrich Harrer Straße 5
9020 Klagenfurt am Wörthersee
www.gustoitalia.at

wilder Radicchio und Merräschen
(c) Neumüller

Fangfrischer Fisch

Für fangfrischen Süßwasserfisch geht man am besten zum Forellenhof Jorde in Viktring. Dort werden Regenbogenforellen, Lachsforellen und Saiblinge oder aber Karpfen und Stör frisch aus dem Teich gezogen. Auch veredelte Produkte wie die Schillerlocke, verschiedene Aufstriche oder Kärntner Kaviar findet man dort in bester Qualität.

Forellenhof Jorde
Knopperweg 6
9073 Klagenfurt am Wörthersee
www.derjorde.com

Wer sich Meeresfisch direkt vor die Haustüre liefern lassen will, kann bei Edelgreißler Herwig Ertl aus Kötschach-Mauthen bestellen. Hier werden frischer Branzino, Dorade und Lachs an fixen Liefertagen angeboten und der Fisch am Morgen nach dem Fang sofort ausgeliefert.

Edelgreissler Herwig Ertl
Hauptplatz 19
9640 Kötschach-Mauthen

Für beide Fälle gilt: Frischer geht es wohl nirgends!

Qualitätsfleisch

Fleisch in bester Qualität findet man bei den Klagenfurter Traditionsfleischhauern Fuchs, Rotter oder Plautz. Überdies vertreibt die Firma Kärntner Fleisch Spezialitäten von rund 200 Kärntner Rinder-, Kalbs- und Schweinezüchtern in der Klagenfurter Schlachthausstraße. Untadelige Herkunft, Halte- und Verarbeitungsbedingungen werden bei diesen vier Anbietern in Klagenfurt garantiert. Wer Fleisch wirklich genießen will, sollte also die Finger von abgepackter Discountware lassen.

Fleischerei Fuchs, Kardinalplatz 2, 9020 Klagenfurt am Wörthersee
Fleischhauerei Rotter, Herrengasse 4, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, www.rotter.co.at
Fleischerei Plautz, 10.-Oktober-Straße 10, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, www.plautz-frisch-ins-haus.at

Einkauf erledigt – und dann?

Zu wissen, wo man was am besten einkauft ist die eine Sache. Doch was in rohem Zustand so wunderbar appetitlich erscheint, will auch dementsprechend zubereitet werden. Um die Fantasie hinterm heimischen Herd etwas anzuregen und vielleicht mit der einen oder anderen Idee voranzugehen, hier ein paar Ansätze, was sich mit den winterlichen Einkäufen so alles anstellen lässt.

Blattgemüse

Blattspinat und Mangold haben beinahe das ganze Jahr über Saison. Wer stark werden will wie Poppey sollte allerdings nicht zur Tiefkühlware, sondern zum frischen Spinat greifen. Zwar bedarf dieser etwas mehr Aufmerksamkeit, doch geschmacklich zahlt sich das auf jeden Fall aus.

Erntefrischer Spinat wird am besten in der Pfanne mit etwas Olivenöl angebraten. Zwei Sardellen verleihen den äußerst gesunden Blättern einen ganz besonderen Kick. Denn Sardellen wirken als natürliche Geschmacksverstärker. Sorge, dass das fertige Gericht am Ende „fischelt“ muss man keine haben. Kurz vor dem Servieren mit etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen, dazu gebratene Erdäpfel und ein pochiertes Ei – ein Traum!

Auf diese Weise zubereitet schmeckt Spinat auch vorzüglich zu Nudeln oder Gnocchi, als Beilage für diverse Fleischgerichte oder ganz einfach als Crostino auf etwas geröstetem Brot. Achtung: Spinat fällt in der Pfanne stark zusammen, 500g frischer Spinat reichen als Beilage für ca. zwei Portionen.

Auch Mangold lässt sich auf diese Weise zubereiten. Zusammen mit etwas Feta Käse kann man damit zum Beispiel einen herzhaften Strudel füllen. Die Griechen lassen grüßen!

Für Liebhaber von Bitternoten empfehlen sich puntarelle, eine Chicorée-Art, die man ebenfalls kurz anbrät und mit etwas Weißwein ablöscht. Garniert mit einer Sardelle, schwarzem Knoblauch und Olivenöl ergibt das eine wunderbare Vorspeise. Oder wilder Radicchiosalat mit noch dampfenden Erdäpfeln: eine wunderbar herbe Beilage zu Fisch oder weißem Fleisch.

punterelle Sardellen, schwarzer Knoblauch und Rucola mit Olivenöl auf einem weißen Teller angerichtet
(c) Neumüller

Der gute alte Kohl

Bevor es einem beim Wort „Kohl“ die Nackenhaare aufstellt, denke man lieber an den knackigen Brokkoli aus der Asia Küche und nicht an zu Tode gekochten Wirsing von anno dazumal. Kohl ist nämlich der Überbegriff für eine ganze Reihe an schmackhaften Gemüsesorten. Doch viele davon sind in Österreich nur ausgewiesenen Kennern ein Begriff.

Stängelkohl etwa, in Apulien cime di rapa und in Kampanien frigerielli genannt, wird vorzugsweise als Nudel- und Pizzatopping oder als Beilage serviert. Sein herbes Aroma wird oft mit winterlichen Gewürzen verfeinert und entfaltet vor allem im Zusammenspiel mit gebratener Salsiccia sein volles Potential. Den Stängelkohl dazu in der selben Pfanne wie die Salsiccia anbraten, mit etwas Zimtrinde oder Nelken würzen und am Ende mit der knusprig gebratenen Wurst und den Nudeln zu einem kulinarischen Gedicht zusammenschwenken.

Stängelkohl – mit oder ohne Salsiccia – macht sich auch hervorragend auf einer heißen Ofenkartoffel, passt als Beilage perfekt zu allerlei Fleischgerichten und verleiht dem klassischen Linseneintopf einen ungekannt euphorischen Kick.

gebackener Karfiol
(c) Martinschitz

Wie viele Kohlarten genießt auch der Karfiol hierzulande oft einen eher zweifelhaften Ruf. Doch tut man dem armen Kopf Unrecht damit! Das weiß jeder, der ihn schon einmal im Ganzen gebraten hat. Dazu den Karfiol im Ganzen zuerst einige Minuten kochen. Danach mit etwas Olivenöl und Salz einmassieren und im Backrohr fertig garen, bis sich der Scheitel dunkelbraun verfärbt hat. Dazu ein frischer Joghurtdipp und niemand wird je wieder über den Karfiol schimpfen.

Man kann Karfiol und Brokkoli auch für wenige Minuten blanchieren und dann mit Olivenöl, Parmesan und Muskatnuss marinieren. So zubereitet passen die beiden als Beilage hervorragend zu Fisch und weißem Fleisch oder man kann damit ein herkömmliches Erdäpfelpüree zu einem köstlichen Hauptgericht ausbauen.

Zutaten für Asiasalate in grünen Marktkisten
(c) Neumüller

Der Herbst und seine Farben

Der Herbst ist ein Spektakel – zumindest zwei Wochen lang. Doch wenn der November in den Parks der Stadt die bunten Blätter schon längst von den Ästen geregnet hat, geht in der Küche das Farbenschauspiel erst richtig los. Oranger Kürbis, braune Marroni, rote Rohnen, violette Artischocken oder die rosarot gestreifte Chioggia-Rübe bringen Pep in die heimische Gemüseschüssel. Seit einiger Zeit ist auch der Erdäpfel sein gelbes Korsett los und man findet wieder häufiger orange, rosarote oder blaue Sorten an den Marktständen.

Subterrane Knollenfrucht und Kürbis lassen sich zu hervorragenden Suppen verarbeiten, die besonders mit einem Tupf Kernöl oder Balsamico vor dem Servieren die Herzen wärmen.

Analog zum sommerlichen Grillgemüse kann man beinahe sämtliche Herbstknollen und Kürbisgewächse auch im Backrohr garen. Entweder geschnitten und mariniert, oder aber im Ganzen mit etwas Salz und einem Schuss Olivenöl. So passen etwa Kürbis, Kartoffel und Zwiebel mit etwas Kümmel verfeinert ideal zum feierlichen Sonntagsbraten.

Rote Rohnen kennt man hauptsächlich in gekochtem Zustand, dabei schmecken sie auch roh wunderbar. Etwa in feine Scheiben geschnitten als Carpaccio: entweder klassisch mit Rucola, Zitronensaft und Parmesan, oder etwas exotischer mit Orangenstücken und Olivenöl.

Ein ganz besonderes Wintergemüse haben die meisten von uns bereits gegessen, die wenigsten aber selbst zubereitet: die Artischocke. Hierzulande meist als farbloses Röschen auf diversen Pizzen zu finden, ist die Artischocke doch ein bisschen mehr als nur Belagmasse aus der Dose. Nicht nur hat die frische Artischocke ein wunderbar nussiges Aroma mit süßem Nachgeschmack, das Distelgewächs ist noch dazu eine Vitaminbombe, cholesterinsenkend und reich an entgiftenden Bitterstoffen. Das optimale Gemüse also um die Weihnachtsfeiertage zu verdauen.

Artischocken werden seit geraumer Zeit auch in Kärnten angebaut. Das Lavanttal bietet ihnen dafür genau das richtige Klima. Kleinere Sorten, wie die Lavanttaler Artischocke, sind beinahe zu schade, um sie zu verkochen. Ohnehin sehr zart, schmecken diese kostbaren Blüten roh beinahe besser. Zum Beispiel mit etwas Salz, Pfeffer, Zitrone und Olivenöl mariniert als Beilage zu gebratenem Fleisch oder als Vorspeise in Form von Carpaccio mit etwas Rucola und Parmesan.

Größere Artischockenherzen können kleingeschnitten und mit etwas Zwiebel angebraten werden. Mit etwas Weißwein ablöschen und vor dem Servieren mit geriebenem Parmesan und frischer Petersilie garnieren. Diese Variante eignet sich hervorragend als Nudel- oder Risottotopping. Dazu ein Glas Weißwein oder Prosecco und ein jeder Nebeltag findet seinen Meister.

Hier eine kleine Anleitung, wie man Artischocken richtig schält:

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Getreide & Hülsenfrüchte

Getreide und Hülsenfrüchte werden im Spätsommer in großen Mengen geerntet und stehen dadurch den ganzen Winter über bedenkenlos zur Verfügung. Reis etwa lässt sich in unzähligen Variationen zubereiten: trocken, pamfig, gewürzt oder natur. Der König unter den Reisgerichten ist allerdings der Risotto. Ob mit Safran, Steinpilzen, Meeresfrüchten oder bianco: Risotto macht immer eine gute Figur. Und sollte nach dem Essen noch Reis übrigbleiben, kann man daraus am nächsten Tag mit Mozzarella gefüllte Bällchen formen und als herrliche arrancini herausfrittieren.

Wer vorm Reis lieber Reißaus nimmt, der kann auch zu Dinkel greifen. Dieser ist reich an Aminosäuren, Spurenelementen und Eiweiß und hat ein wunderbar vollmundiges Aroma. Neben einem Dinkelrisotto lassen sich daraus zum Beispiel warme Salate machen, mit Huhn, Karotten, Stangensellerie und Granatäpfeln, oder mit Orangen, Fenchel und Rosinen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Zitronen und Granatäpfel
(c) Neumüller

Bei den Hülsenfrüchten bietet es sich an, die genussfertigen Konserven zu nehmen. Auch diese haben in der Regel eine hervorragende Qualität und sind ideal für den Hausgebrauch geeignet.

Aus Kichererbsen und Bohnen lassen sich zum Beispiel schnelle Aufstriche machen. Das klassische Hummus etwa, oder ein Bohnenaufstrich mit Kernöl. Oder man mariniert sie zu Salaten, wie einem Kichererbsensalat mit frischen Meeresfrüchten und Stangensellerie oder den steirischen Käferbohnensalat mit Kren. Oder man schmort sie in wunderbaren Eintöpfen, wie einem Kichererbsen-Curry mit Kürbis und Kreuzkümmel oder einem Bohneneintopf mit knusprigen Speckwürfeln.

Burger mit Linsenlaibchen, Yoghurt, Kapuzinerkresse
(c) Martinschitz

All das kann man natürlich auch mit Linsen machen. Oder man formt diese zu Laibchen, die ähnlich wie Falafel auf einem Wintersalat oder in einem Burger kredenzt werden können. Dazu ein Yoghurtdipp und selbstgemachtes Burgerbrot und niemand schreit je wieder nach Fastfood von McDoof.

Kleines Intermezzo zwischendurch: wer Burger Pattys selber machen will, sollte unbedingt dieses Rezept ausprobieren:

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Rezept-Ideen für die Winterküche

Fisch & Fleisch

Ja, wer aufmerksam war hat festgestellt, dass Fisch und Fleisch bisher nur beiläufig erwähnt wurden. Das hat den zweifachen Grund, dass die industriellen Produktionsbedingungen an Land und zu Wasser mittlerweile mehr als zweifelhaft sind und die gut bürgerliche Küche in Österreich seit jeher im Zweifelsfall zum Herzinfarkt tendiert. Deshalb Fisch und Fleisch lieber seltener, dafür in erstklassiger Qualität. Und außerdem sind Omas Rezepte für Schweinsbraten, Schnitzel und Zwiebelrostbraten über jeden Zweifel erhaben und bedürfen keiner Überarbeitung.

Schnelle Rezepte mit Fisch

Feinschmecker, die bereit sind für frischen Fisch und Meeresfrüchte mit unbedenklicher Herkunft etwas mehr auszugeben, können sich etwa aus frischen Scampi eine Nudelsauce zum Niederknien zaubern. Oder mit Kärntner Saiblingskaviar einen einfachen Erdapfel in einen wahren Gourmetteller verwandeln. Auch eine simple Dorade aus dem Backrohr mit Erdäpfeln und buntem Radicchio ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern auch im Nullkommanix zubereitet.

Deftiges mit Fleisch

Oder man probiert es einmal mit einem toskanischen Weingulasch – dem peposo. Dazu Gulaschfleisch im Römertopf oder einer Ofenform mit Lorbeerblättern, Knoblauch, ganzen Pfefferkörnern und Salz würzen, bis obenhin mit Rotwein auffüllen und ca. 4-5 Stunden im bei mittlerer Hitze im Backrohr garen. Ein wunderbares Wintergericht: perfekt um sich nach dem Schneeschaufeln etwas Gutes zu tun. Und da der Rotwein schon offen ist, am besten gleich ein Glas davon dazugenießen.

Auch die kalte Jahreszeit hat ihre Stärken, ihre je eigenen Aromen und wunderbare Möglichkeiten, sie kulinarisch in vollen Zügen zu genießen. Wer regelmäßig am Markt und in speziellen Geschäften einkauft, der hat bald die Bandbreite des Winterangebotes in Klagenfurt erfasst und kann mit wenigen Zutaten und einer guten Prise Kreativität dem nebelverhangenen Küchenalltag entfliehen. So wird Kochen auch im Winter zum täglichen Erlebnis und zum Wohlfühlritual für Körper und Seele. Also bleiben Sie neugierig!

Zum Abschluss hier noch ein vollständiges Rezept für eines meiner Lieblingsgerichte in der kalten Jahreszeit:

Die vegetarische Winterküche: Gnocchi mit frischem Feldspinat und Gorgonzola

(für ca. 4 Portionen)
Zubereitungszeit: Gnocchi ca. 45 Min., Topping 20 Min.

Gnocchi
– 1kg Erdäpfel
– 300g Weizenmehl (405)
– 1 Ei
– eine gute Prise Salz
– Zitronenschale

Topping
– 1kg frischer Spinat
– 50g Gorgonzola
– 2 Sardellen
– 1 Knoblauchzehe
– Muskatnuss
– Salz
– Pfeffer

Die Erdäpfel weichkochen und im noch warmen Zustand durch die Erdäpfelpresse drücken. Mehl, Ei, eine Prise Salz und Zitronenabrieb dazugeben und zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Circa daumengroße Gnocchi formen und mit der Gabel auf beiden Seiten leicht eindrücken. Die Gnocchi in einem großen Topf mit Salzwasser kochen. Wenn sie schwimmen, sind sie fertig.

Nebenbei in einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und zwei Sardellen sowie eine Knoblauchzehe hinzugeben. Den gewaschenen Spinat nach und nach in die Pfanne geben, mit etwas Muskatnuss würzen und auf mittlerer Flamme garen, bis er zusammenfällt. Den Gorgonzola im leeren Nudeltopf schmelzen lassen und die fertigen Gnocchi darin schwenken. Den Spinat auf den cremigen Gnocchi anrichten und möglichst heiß genießen.

Je nach Reifegrad des Käses passt ein Glas Riesling oder Malvasia zu eher süßen, Barolo, Cabernet oder Chianti Classico zu scharfen Gorgonzolasorten.

Guten Appetit!

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