Lindwurm am Neuen Platz
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Top 10 Sehenswürdigkeiten: Dinge, die man in Klagenfurt gesehen haben muss

Klagenfurt am Wörthersee hat jede Menge zu bieten: herrliche Ausblicke, romantische Innenhöfe, Kultur - und immer wieder Köstlichkeiten, die man nicht verpassen sollte.

Weil da die Auswahl schwerfällt, präsentieren wir die 10 besten Tipps, die man in Klagenfurt gesehen haben muss. Ein bunter Mix aus Kunst, Sport und Kultur, der auf eurer To-do-Liste für den City Trip nicht fehlen darf! Begleitet uns auf einer Tour von der Innenstadt bis zum Wörthersee. Spannende Aktivitäten und Geheimtipps inklusive.

1. Die 225 Stufen auf den Stadtpfarrturm erklimmen

Ihr wollt hoch hinaus? Einmal so richtig Überblick über Klagenfurt haben? Dann nichts wie rauf auf den Stadtpfarrturm Klagenfurt! 225 Stufen später hat es sich wirklich gelohnt. Der Ausblick von der 50 Meter hohen Aussichtsplattform am Turm der Stadtpfarrkirche St. Egid am Pfarrplatz ist grandios.

Er bietet einen wunderbaren Blick auf die Altstadt von Klagenfurt und einen herrlichen Panoramarundblick vom Wörthersee in die Karawanken bis zur Koralpe. Das helle Glockenspiel, das selbst Klagenfurter zu mancher vollen Stunde immer wieder zum Stehenbleiben eingeladen hat, steht leider bis zur Fertigstellung der Kirchturmrenovierung 2022 still.

In der Zwischenzeit erzählt Österreichs einziger hauptberuflicher Türmer Horst Ragusch Geschichten, die Amüsantes verraten. So handelt es sich bei den dargestellten Personen im Glockenspiel neben Heiligen, Sponsoren und Prominenten, sogar um Lebemann und Mafia-Boss, den der Tod holt.

2. Apokalypse in der Fuchskapelle bewundern

Und weil die Stadtpfarrkirche St. Egid so viel Besonderheiten zu bieten hat, bleiben wir beim nächsten Tipp gleich hier und entdecken eines der Meisterwerke zeitgenössischer Freskenkunst!

Künstler Ernst Fuchs ist bekannt für seine farbenprächtige detailreiche Ausdrucksweise als österreichischer Maler des phantastischen Realismus. In der Stadtpfarrkirche St. Egid kann man sein grandioses Können in der mittlerweile landläufig Fuchskapelle genannten Seitenkapelle der Kirche besichtigen.

Ernst Fuchs widmete sich einem der komplexesten biblischen Themen: Auf rund 160 m² Wand- und Deckenfläche ist die Apokalypse dargestellt. Unglaubliche 20 Jahre lang hat Prof. Ernst Fuchs an seinem Lebenswerk gearbeitet.

Die Fuchskapelle kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden. Führungen gibt es von April bis November jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag um 11.30 Uhr. Dauer 1 Stunde.

3. Romantische Innenhöfe entdecken

In der Landeshauptstadt kann man vorzüglich die Seele baumeln lassen. Das südliche Flair haben italienische Baumeister Klagenfurt verliehen. Sie haben die Stadtgebäude mit prächtigen Arkadenhöfen versehen. Über 50 dieser Höfe in der Innenstadt sind restauriert und öffentlich zugänglich. Diese laden zum Bummeln und Entdecken ein! Denn hier gibt es Boutiquen, Geschäfte, stimmungsvolle Cafés und Bars.

Hinter manch unscheinbarer Fassade entdeckt man verborgene Schönheiten. Die Innenhöfe von Klagenfurt am Wörthersee bieten einen Ruhepol inmitten des hektischen Klagenfurter Stadtlebens. Für Augenblicke taucht man aus dem Alltag in ganz spezielle Orte mit unvergleichlicher Atmosphäre ein.

4. Vom Alten zum Neuen Platz flanieren

Klagenfurt ist am Schnittpunkt dreier Kulturen, die in der Renaissance Innenstadt spürbar sind. Die Innenstadt spiegelt mit ihren zahlreichen Cafés und Restaurants ein mediterranes Lebensgefühl wider.

Die frequentiertesten Ort sind der Alte- und der Neue Platz, die durch die Kramergasse verbunden sind. Wusstet ihr, dass dies die erste Fußgängerzone Österreichs – seit 1961 – ist?

Wer mit offenen Augen über die Kramergasse vom Alten zum Neuen Platz schlendert, findet in Sachen Shopping sicherlich etwas Passendes. Am Ende wird man mit dem Wahrzeichen von Klagenfurt belohnt: dem Lindwurm! Einer Sage hat er seinerzeit im nebeligen Sumpfgebiet von Klagenfurt sein Unwesen trieb. Mutige Knechte überlisteten das geflügelte und panzerbedeckte Ungetüm und waren fortan freie Menschen.

5. Eine Münze in den Brunnen vom Wörtherseemandl werfen

Auf dem Weg zum Neuen Platz in Klagenfurt kommt man an einer Kärntner Sagenfigur vorbei, die der Legende nach die Entstehung des Wörthersees verursacht hat. Und weil es ein besonders netter Platz ist, werfen hier viele Passanten Münzen als Glücksbringer in das Wasserbecken des Wörtherseemandls. Dabei darf man sich nach altem Brauch etwas wünschen!

Mit dem Fass unterm Arm hat das Wörtherseemandl viel Unheil über eine maßlos feiernde Gesellschaft gebracht. Die hatten es nämlich zu bunt getrieben und so brachte der Hahn des Fässchens mit endlosen Fluten Tod und Verderben über die frevelnden Bewohner. Das viele Wasser begrub Kirchen und Dörfer unter sich und der Wörthersee entstand.

6. Schlemmen am Benediktinermarkt

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Denn wer die begehrten Schmankerln von süßesten Früchten bis hin zu heißbegehrten Gustostücken ergattern will, sollte den Benediktinermarkt schon in den jungen Morgenstunden aufsuchen. Hier gibt es heimische Kulinarik in Hülle und Fülle. Vom Kärntner Reindling einer echten Bäuerin bis zum adriatischen Mittagssnack aus Ivos Küche.

Der Klagenfurter Benediktinermarkt ist viel mehr als nur Bauernbrot und buntes Gemüse. Der Markt zieht nicht nur ernährungsbewusste, regional kaufende Kunden an, sondern auch zahlreiche Standler aus Friaul und Slowenien, die dem Markt im Alpen-Adria-Raum mit ihren Waren zwischen Wein, Fisch, Käse, Obst und Ölen sein ganz eigenes südliches Flair verleihen.

7. Das MMKK besuchen

Das Museum Moderner Kunst Kärnten, kurz MMKK, ist auf rund 1.000 m² modern adaptierte Ausstellungsfläche. Hier werden sowohl junge als auch bereits etablierte nationale und internationale künstlerische Positionen in Einzel- und Themenausstellungen präsentiert.

Wer es gewagter mag, für den ist der Kunstraum Burgkapelle genau das Richtige! Hier kann man experimentelle künstlerische Projekte und Installationen bestaunen: einmal jährlich sogar besonders provokant beim World Bodypainting Festival im Juli.

Wer noch nicht genug hat, den zieht der Innenhof der Burg in seinen Bann. Im beeindruckenden Arkadengang des ersten Obergeschosses sind in Form einer permanenten Ausstellung Objekte und Skulpturen zu sehen. Das rund 650m2-bespielbare Terrain unter freiem Himmel ist ein gern besuchter Ort für Veranstaltungen vom Open-Air-Kino Klagenfurt bis hin zu Konzerten wie bei “Klassik im Burghof” im Sommer mit internationalen Stars der Klassik-Szene.

8. Einen Drink in der Rooftop-Bar 19null7

Nicht nur für Sundowner! Eine der jüngsten Attraktionen Klagenfurts ist die erst kürzlich eröffnete und Klagenfurts erste Rooftop-Bar 19null7. Am Dach des Select Hotels Moser Verdino lässt sich bei Gin Tonic, köstlichen Weinen und kleinen Snacks der einzigartige Blick über die Altstadt genießen.

9. Vom Lendhafen zur Wörthersee Ostbucht spazieren

Auf geht’s, in Richtung Wörthersee! Mit seinen 4 Kilometern Wasserstraße verbindet der Lendkanal seit Jahrhunderten das Klagenfurter Stadtzentrum mit dem Wörthersee. Und die älteste und wohl beliebteste Brücke der Klagenfurter ist die Steinerne Brücke. Als gemütlicher Treffpunkt der Jugend genutzt, sitzen die jungen Leute auf Pörtschacher Marmor.  

Früher nutzten die Wörtherseefischer den Lendkanal als Verkehrsweg, um ihren Fang auf dem Benediktinermarkt zu verkaufen. Heute ist der alte Wasserweg im Winter eine beliebte Eislaufbahn – im Sommer eine populäre Route für Stand-up-Paddler und Kanuten.

Wer von dort den idyllischen Spazier- und Radweg, auf dem auch Inline-Skater ihre Runden drehen, nimmt, zählt bis zur Halbinsel Maria Loretto zehn unterschiedliche Fußgängerstege und Brücken, die den Lendkanal queren.

Geheimtipp: Der Lendhafen wurde zum Schmelztiegel der hippen Klagenfurter Szene. Hier lässt es sich hip in der Hafenstadt oder im Lendhafencafe frühstücken und danach Kunstinstallationen der lendhauer bestaunen! 

10. Die Halbinsel Maria Loretto erkunden

Ja, genau, das wissen nur wenige: Kärntens Landeshauptstadt liegt tatsächlich direkt am wunderschön türkisen Wörthersee mit Trinkwasserqualität.

Und wer Lust auf einen Aperitif hat, genießt einen Sundowner auf der Terrasse im Restraurant Maria Loretto. Hier gibt es neben ausgezeichneten Fischgerichten aus der Alpen-Adria-Küche auch einen unvergleichlichen Blick auf den See. Die Gastgeberfamilie Hofer verwöhnt mit kulinarischen Genüssen.

Klagenfurt am Wörthersee hat also nicht nur für Urlauber sondern auch für Einheimische richtig tolle Locations, für die es sich lohnt, in die Renaissance-Stadt am Wörthersee zu kommen. Unsere Top 10 der Klagenfurter Sehenswürdigkeiten lassen euch Neues entdecken. Egal ob Touristen-Must-sees oder gut gehütete Geheimplätze – lasst euch von der Neugierde treiben! Urlaubsfeeling garantiert.

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