Die schönsten Winterspaziergänge in Klagenfurt

Willkommen in Klagenfurt im Winter! Unsere Landeshauptstadt im Herzen der Alpen-Adria-Region glänzt auch in der kalten Jahreszeit mit gastfreundlichen Einheimischen, unberührter Natur und dem perfekten Winterwetter.

Die Altstadt putzt sich vor allem im Advent richtig heraus, lädt aber auch den Rest des tiefen Winters im Januar und Februar zu einem gemütlichen Stadtbummel genauso ein, wie zu ausgedehnten Winterspaziergängen. Lassen Sie sich von unseren schönsten Spaziergängen Lust auf einen ausgedehnten Winterspaziergang durch die Klagenfurter Schneelandschaft machen. Allein, mit Hund, Freunden oder der ganzen Familie.

Von der Ostbucht bis nach Krumpendorf

Aus der Innenstadt gelangt man entlang des Lendkanals zur Wörthersee Ostbucht. Wo sich im Sommer die Einheimischen und Gäste tummeln, ist es im Winter ruhiger. Es herrscht eine ganz besondere Stimmung, wenn man diese Orte besucht. Wir empfehlen, sich mit dem Auto oder noch besser dem Bus zur Ostbucht aufzumachen. Entweder beginnen Sie bei Schloss Maria Loretto oder dem Strandbad Parkplatz mit unserem ersten Spaziergang. 

Das stille Ufer und die hellgraue Farbe geben dem See im Winter eine ungewohnte, unbeschreiblich kontemplative Aura. In etwa 45 Minuten erreichen Sie Krumpendorf und bleiben so nah wie möglich am Wasser. Vom Schloss Maria Loretto führt der Weg durch das Strandbad hindurch. Ein paar Eisbadende können Sie aber mit ein bisschen Glück auch im Winter bewundern. An der Villa Lido vorbei spazieren Sie am Friedelstrand entlang. Zur Ihrer Rechten ist in der kalten Jahreszeit der beeindruckende Schrottenturm, errichtet Anfang des 19. Jahrhunderts, besonders gut zu sehen.

Dann noch am Kropfitschbad vorbei, und schon befinden Sie sich in Krumpendorf. Die Waldarena, umgeben von riesigen Bäumen eignet sich hervorragend für ein Erinnerungsfoto. Anschließend kann man sich beim beliebten see.gast.haus stärken. 

(c) Wolfgang Handler

Übers verschneite Kreuzbergl

Die Kreuzberglkirche, die Zillhöhe, die Seewiese oder der Falkenberg sind nur einige der Highlights, die sich am Kreuzbergl befinden. Seit jeher ist es für die Klagenfurter ein Muss, am ersten klaren Tag nach dem Schneefall hinaufzustapfen. Obwohl das Kreuzbergl quasi an die Innenstadt grenzt, sind aber gerade im Winter geeignete Winterschuhe sehr zu empfehlen!

Vom Lindwurmbrunnen aus gelangt man in 20 Minuten an den Fuß des Klagenfurter Hausbergers. In einer guten Stunde geht es vorbei an alle drei Teiche und anschließend zur Seewiese. Der Blick über den Wörthersee lohnt sich! Nur noch ein paar Schritte weiter und die Villa Lido lockt mit Pizza, Pasta und Co. Der Heimweg darf dann gern mit den Buslinien 10 oder 20 bestritten werden!

Die “umgekehrte” Kreuzberglroute beginnt am See und führt über den Weinberg, die Schlossteiche von Freyenthurn und den Falkenberg zum Josefiwaldweg. Unterwegs stärken Sie sich im gastlichen Waldwirt, der bei passender Witterung sogar mit einem Eislaufplatz für die Kleinsten punktet. Wer noch eine dreiviertel Stunde anhängen mag, der findet noch den Weg zwischen den Pferdekoppeln durch zur Schleppe-Brauerei, wo ein gutbürgerliches Restaurant, der “Felsenkeller” auf Wandersleute wartet. Die Tour ist mit etwa 150 Höhenmetern für die ganze sportliche Familie geeignet. 

(c) Martina Valentinitsch

Entlang der Glan in Richtung Maria Saal 

Die Glan entspringt in den Ossiacher Tauern und fließt auf ihrem Weg in die Gurk durch St. Veit und Klagenfurt. Entlang der Glan können Sie wunderbar in Richtung Maria Saal, nördlich der Landeshauptstadt wandern. Die Strecke ist größtenteils flach, lediglich das letzte Stück weist eine leichte Steigung auf. Beim Lindwurm beginnend wenden Sie sich am besten gleich nach Norden, bis Sie den Wasserlauf erreichen.

Ein besonderes Ziel ist die Wallfahrtskirche im Zentrum von Maria Saal. Die 12 Kilometer dorthin führen in circa zweieinhalb Stunden am Schloß Ehrenhausen und den dortigen Stallungen vorbei. Danach geht es zwischen Kreuzbergl und Spitalsberg hindurch und enden in Sichtweite des Ulrichsberg im wunderschönen Örtchen Maria Saal. Die Wallfahrtskirche mit sehenswerter Handwerkskunst im Inneren ist immer einen Besuch wert! Erfrischung und herrlich regional zubereitete Stärkung gibt’s im Gasthof Sandwirt – direkt gegenüber dem Dom. Wer noch etwa eine halbe Stunde Kraft in den Beinen hat, kann sich zum Herzogstuhl im Norden aufmachen. An diesem geschichtsträchtigen Ort wurden zwischen 13. und 16 Jahrhundert die Kärntner Landesfürsten inthronisiert.

(c) Martina Valentinitsch

Den Ulrichsberg erwandern

Bei dieser Wanderung erblicken Sie den Ulrichsberg nicht nur aus der Ferne, sondern machen sich daran, ihn zu erklimmen. Bekannt als einer der vier Berge des traditionellen Vierbergelaufs, ist er auch ein beliebtes Ausflugsziel um im Winter der Sonne ein wenig näher zu sein. Unsere Empfehlung ist ein Tagesausflug mit einer Gehzeit von etwa 8 Stunden und damit auf jeden Fall eine Herausforderung für jedermann. Vor allem im Winter ist gutes Schuhwerk Pflicht und bei schlechter Witterung sollte man vielleicht schon eher einkehren.

Beginnen Sie am Parkplatz des Schlosses Mageregg mit dem Wildtiergehege. Danach wandern Sie entlang des Glanradweges bis nach Emmersdorf und weiter zum Ehrenbichler Berg mit einer Seehöhe von 633 Metern.

Durch den verschneiten Wald Richtung Nordwesten wartet der nächste Anstieg auf den Tentschacher Berg (710m). Bevor es wieder ein Stück bergab und durch die Ortschaft St. Peter am Bichl geht. Letztendlich führt der Weg auf den Ulrichsberg und damit auf eine Höhe von 1.022 Metern.

Ein kurzes Stück desselben Weges zurück, folgen Sie dann der Straße  abwärts durch Prikalitz und Karnburg, wo Sie wieder auf den Glanfluss treffen, dem Sie nun stromabwärts bis zum Ausgangspunkt beim Schloss folgen.

Stift Viktring und der dunkle Wald

Das ehemalige Zisterzienserkloster im Stift Viktring beherbergt eine wunderschöne stimmungsvolle Kirche. In seinem Inneren und wird heutzutage vor allem als Oberstufengymnasium und Ort künstlerischen Austausches genutzt. Das Stift und die umgebenden Parks, Teiche und uralten Bäume schaffen eine unfassbar positive und besinnliche Atmosphäre, die vor allem bei frisch gefallenem Schnee direkt magisch wirken kann. 

Noch etwas weiter südlich in Viktring bildet der Forellenhof Jorde den Startpunkt für unseren letzten Winter-Spaziergang in Klagenfurt. Vom Forellenteich geht es die Opferholzstraße entlang in den Wald und zugleich auf die Ostflanke des Plöschenbergs.

Umringt von dichtem Buschwerk und riesigen Bäumen gelangt man immer tiefer in den Wald. Immer wieder ist dieser von hellen Lichtungen durchbrochen und hier befindet sich auch der Waldkindergarten. Von hier aus können Sie mit dem passenden Schuhwerk die beinahe unberührte winterliche Natur erkunden. 

Klare Luft, dampfender Atem und das Knirschen des Schnees

Die Wälder, Hügel und Gewässer in und rund um Klagenfurt sind ein Schatz, den zu besuchen sich wirklich lohnt. Vom gut erschlossenen Kreuzbergl zum wilden Plöschenberg, vom Wörthersee-Ostufer zum Forellenteich, vom Lindwurm zum Ulrichsberg mit über 1.000 Metern Seehöhe. Wir hoffen unsere schönsten Winterspaziergänge haben Sie dazu inspiriert auch mal den Fuß vor die Tür zu setzen.

Wir freuen uns darauf, Sie im winterlichen Klagenfurt begrüßen zu dürfen. An diesem magischen ersten sonnigen Tag, nachdem der erste Schnee sich über das Land gelegt hat.

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